| Selbsthilfe kann ein Standbein der Behandlung von psychisch Kranken werden. | zurück | |
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In psychoedukativen Gruppen wird den Kranken meist
noch im Krankenhaus vermittelt, wie man sich selbst helfen kann.
Viele Selbsthilfegruppen schließen professionelle Helfer aus, weil diese schnell die Kontrolle über die Gruppe über nehmen. Meist sind auch Nicht- Betroffene ausgeschlossen. Selbsthilfe kann einem weiterhelfen. Man gibt sich Gegenseitig Halt und Unterstützung und tauscht Erfahrungen aus. Man kann auch zusammen zum Amt gehen und sich anders gegenseitig unterstützen. Viele Freizeitaktivitäten werden hier geplant. Dafür müssen psychisch Kranke sich aber trauen, Verantwortung
für sich selbst und ihre Krankheit zu übernehmen. Die Einstellung:
"Ich bin krank, nun kann ich nur noch Medikamente
nehmen" hilft hier nicht weiter. Die Aktivistin Judi Chamberlin geht sogar so weit, zu fordern, dass
die Psychiatrie-Erfahrenen die Krisenzentren für psychisch Kranke selbst
führen sollten. Sie sollten auch die Therapie übernehmen. Im Weglaufhaus
müssen die Hälfte der Betreuer Psychiatrie-Erfahrene sein. das
ist ein Anfang. Aber wo soll man all die Leute hernehmen. Bis jetzt sind
nur wenige psychisch Kranke aktiv in der Bewegung. |
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Literatur:
Rosa Geislinger (Hrsg.:), Experten in eigener Sache, München,
Zenit-Verlag, 1998 Judi Chamberlin, On Our Own, Reprint von Mind UK, 1988 |
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Erstellt am 13.11.2000, Version vom 8.08.2004, Johannes Fangmeyer | Top
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